Der Vollossi | Zentralorgan der … Ossis? …des Ossi? …die Ossi …das Ossi
…Zentralorgan – von was? Oder von wem.
Das wissen wir auch noch nicht.
Der geneigte Leser wird sich eine Meinung verBILDen müssen, wessen Zentralorgan man denn nun gerade liest.
Das kann natürlich täglich anders sein:
Fühlt man sich nun gerade Brandenburg.
Wächst man auf Bäumen in Sachsen.
Oder verirrt man sich eben in Meck-Pomm.
Der Vollossi ist entsetzt: Er muss gegen seine Grundüberzeugung wählen.
Jetzt ist es also passiert.
Beim Vollossi herrscht Entsetzen. Er wählt zur Bundestagswahl 2009 gegen seine politische Grundüberzeugung.
Edit am 27.September 2009
Es ist vollbracht. Vollossi hat gewählt und konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Hat doch nicht gegen seine poltische Grundüberzeugung gewählt. Diese taktische Gewähle sagte dem Vollossi dann doch nicht zu.
Und nun ist Vollossi sehr gespannt was denn da nun am Ende raus kommt.
Was will Vollossi nicht?
- Vollossi will nicht die Begradigung des Arbeitsmarktes.
- Vollossi will kein erneutes, weiteres herumdoktern an dem Gesundheitssystem.
- Vollossi will sich nicht fremdschämen müssen über einen ihm etwas befremdlich erscheinenden neuen Außenminister.
Dazu kommt, dass Vollossi nichts von den Sprüchen hält wie:
Arbeit muss sich wieder lohnen, oder mehr netto vom Brutto.
Denn damit sich Arbeit wieder lohnt muss auch genügend vorhanden sein und entsprechend bezahlt werden. Bei den derzeitigen Löhnen im Niedriglohnbereich wird bis dato schon jetzt kaum Lohnsteuer fällig und setzen sich die Sprücheklopfer durch wird es weniger statt mehr Netto vom Brutto wegen z.B. höherer Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung.
Vollossi stimmt mit vielem der von ihm zur Bundestagswahl 2009 zu wählenden Partei nicht, aber auch gar nicht überein.
Aber er ahnt das es mit den anderen nur noch schlimmer wird, als bisher.
Deshalb wählt Vollossi – wohl wissend das es ein Übel ist - lieber eben das kleinere Übel.
Früher hieß es einmal:
Lieber einen Kohl, als gar kein Gemüse.
Heute könnte es heißen:
Lieber einen Steinmeier, als gar keinen Meier.
Zurück bleibt ein konsternierter Vollossi, dem keine andere Möglichkeit bleibt, als zu wählen wie beabsichtigt.
Dem geneigten Leser möchte Vollossi natürlich nicht auffordern ihm in seinem Wahlverhalten zu folgen.
Wohl aber verbindet Vollossi diesen Artikel mit der Aufforderung wählen zu gehen und der Hoffnung, dass sich viele an der Wahl beteiligen mögen.
Besser ist es zu wählen, als sich hinterher sagen zu müssen hätte ich nur……………… .
Unabhängig davon wie die Bundestagswahl 2009 letztlich ausgeht.
Vor den Bundestagswahlen: Was der Vollossi möchte
Lange hat der Vollossi überlegt, ob er über das TV-Fernsehduell des alten Ehepaars – Merkel & Steinmeier schreiben soll.
Da hat ja wirklich jeder darüber geschrieben und diskutiert, der eine öffentliche Meinung kundtun wollte.
Der Vollossi gibt nach langer Überlegung nun doch seinen Senf dazu.
Es war wie viele schrieben eine Familienveranstaltung der besonderen Art.
Auch die Nachbereitungen der viel verständigen und zu allem was zu sagen habenden, ewig oder immer wieder bildschirmpräsenten Politikschwafler und Beurteiler der Lage brachte keine Klarheit.
Was bleibt aber für den Vollossi als Wähler?
So richtig konnte er das noch nicht erkennen. Für viele seiner Mitbürger wurden wirklich interessierende Themen nicht angesprochen.
Ob das nun an den Fragenden lag oder die Fragenden einem vorher genehmigten Fragenkomplex folgen mussten, kann der Vollossi nicht beurteilen.
Er hat aber eine ganz leise Ahnung……………………………………………
Klar ist das Bonis für Manager den Wähler bewegen.
Problem ist nur: Sie bewegen ihn nur auch. Es ist sozusagen nur das Sahnehäubchen auf einem Berg vermeintlicher sozialer Ungerechtigkeiten.
Aber eben gerade diese Boni wurden z.B. ausgiebig besprochen und entrüstet verurteilt.
Auf das vermeintliche oder gefühlte (je nach Standpunkt) Grundübel sozialer Ungerechtigkeit wurde nicht eingegangen.
Was dachte man sich denn da? Wollte man keine ungelegten Eier verkaufen. Oder liegt hier etwas völlig im argen?
Ein Schelm – der Schlimmes dabei denkt.
Wahrscheinlich hätte sich das gestandene Ehepaar Merkel-Steinmeier doch etwas in die Haare bekommen – naja …..möglicherweise….so wirklich sicher ist sich Vollossi da nicht.
Es ist dieses Jahr wirklich schwierig zu erkennen wer was zukünftig tun wird und was nicht.
Als gestandener Wähler weiß man ja das Versprochene ist das Eine.
Das Andere das Gehaltene.
Aber noch krasser wie immer das, was dem Wähler vorenthalten wird. Was in der kommenden Legislaturperiode von den regierenden alles getan wird.
Herr Steinmeier hatte ja wenigstens noch den Mut zu sagen, dass es ohne Steuererhöhungen nicht gehen wird.
Er äußerte sich zwar über die Höhe der zu erwartenden Steuererhöhungen nicht, aber wie gesagt er bekannte sich wenigstens dazu.
Was wünscht sich Vollossi vor den Wahlen?
- Wahrhaftigkeit von Politikern
- Keine Verlogenheiten oder Verheimlichungen
- Er wünscht sich schlicht und ergreifend Klartext und keine verbrämten Verlautbarungen
- Vollossi möchte ein klares Bekenntnis dazu wer zukünftig welche Lasten in welcher Höhe zu tragen hat.
Aber irgendwie bekommt der Vollossi all das derzeit nicht von den Politikern.
Weder von denen der SPD oder der CDU/CSU noch von der FDP oder gar den wirtschaftsfremden Grünen, schon gar nicht von der im Internet hochgelobten Piratenpartei. Die LINKE erwähnt der Vollossi gerade mal – völlig wertneutral, denn “Reichtum für alle” ist zwar lecker und Vollossi weiß auch wie das Herr Gysi meinte, aber wie das denn bezahlt wird außer der Besteuerung der Reichen, die nun da nicht ausreicht, sagte auch Herr Gysi niemandem.
Da konnte auch die gestrige Sendung des ZDF zur „Wen wähle ich Vertiefung“ nichts beitragen.
Und dann schimpft man noch mit dem Nichtwähler?
Man umgarnt sie mit dem Namen die “Unentschlossenen”. Ja das mag sein, aber in dieser Unentschlossenheit werden diese eben sehr schnell zu den Nichtwählern.
Und genau diese werden es sein, welche zu Zeiten noch höherer Arbeitslosigkeit, welche im Jahr 2010 zu erwarten ist auf die Barrikaden gehen werden.
Allein wenn man sich klarmacht, dass Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland bei ca. 50% der Arbeitslosen länger als ein Jahr dauert ( im Vergleich in anderen Ländern liegt die Quote etwa bei 25%), wird einem anders.
Vollossi vermutet, dass es vor allem diese Wähler einschließlich der mittelbar Betroffenen sind, welche keine Antworten auf ihre Probleme erhalten.
Und deshalb die “Partei der Unentschlossenen” oder der Nichtwähler genannt wird.
Deshalb sagen leider sicher viele:
LINKS, RECHTS oder MITTE – das ist mir völlig TITTE.
Der Vollossi wird schon wieder politisch – hinterfragt nun die CDU.
Wahlkampfgetöse…….allenthalben…..
voran die Miss Marple aus der Uckermark – oder gerade sie nicht?
Ja – richtig ab und an taucht sie auch mal ab und lässt die Anderen in so manches Fettnäpfchen treten.
Um dann wieder aus der Versenkung aufzutauchen und zu verkünden, dass Sie die Retterin der Nation sei und die Fettnäpfchentreter geschwind ins Glied zurück verweisen werde.
Ja so kennen wir sie. AUSSITZEN heißt die Parole. Das lernte sie schon bei Altkanzler Kohl.
Diese Woche trat Frau Merkel, Ihres Zeichens Bundeskanzlerin ein klein wenig energischer auf, die CDU-Basis verstieg sich sogar dazu, so etwas wie programmatische Äußerungen gehört zu haben.
Vollossi hat genau hingehört, Vollossi konnte dergleichen nicht erkennen, geschweige denn eine Aussicht darauf wohin die Reise nach der Wahl denn gehen soll.
Lafontaine forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, sich zu Gerüchten der vergangenen Tage über angebliche Absprachen mit der Wirtschaft zu äußern. Mehrere Medien hatten berichtet, Merkel habe mit Arbeitgeberverbänden vereinbart, mit größeren Entlassungswellen bis nach der Bundestagswahl am 27. September zu warten. „Wenn das stimmt, dann wäre das Wahlbetrug“, sagte Lafontaine
Dazu äußerte sich Frau Merkel freilich nicht.
Ganz, ganz leise schwant dem Vollossi, dass an der Sache im Kern etwas dran sein könnte.
Das Ganze entbehrt nicht einer gewissen Logik.
Hilfreich ist hier ein Auszug aus einer Rede der Bundeskanzlerin:
Bei einer Abendveranstaltung der Privatbank Metzler in Frankfurt am Main im Januar 2009, warnte die Bundeskanzlerin da vor übergroßer Staatsverschuldung und ihren Folgen. “Es gibt das Gerücht, dass Staaten nicht pleitegehen können”, sagte Merkel. Dann machte sie eine kurze Pause und fuhr schließlich fort: “Dieses Gerücht stimmt nicht.”
Was heißt das im Klartext?
Wir haben keine Macher in der Politik mehr.
Es gibt nur noch Beruhigungsredner. Berufspolitiker, welche so tun als könne es doch noch ein gutes Ende, wenn auch mit Schrecken geben.
Allen voran wieder Frau Merkel, Herr zu Guttenberg und andere.
Was passierte?
Mit der irren Abwrackprämie wurde der Teil einer Lawine losgetreten, welche uns in späteren Jahren zu überrollen droht.
Neues Auto kaufen und der Wirtschaft/Automobilindustrie und deren Zulieferern geht es gut und allen wird über die schlimme Zeit geholfen.
Ganz langsam wird auch dem Unbekümmertesten klar: So einfach ist es doch nicht.
Bis zum Jahr 2012 werden die Steuereinnahmen in Größenordnungen niedriger ausfallen, als geplant.
Daraus folgt zwingend, dass exorbitant hohe Ausgaben auf den Staat zukommen, aber kein Geld vorhanden ist, da die im Rutsch nach unten befindlichen Firmen keine Steuern mehr zahlen können.
Mit dem Ergebnis, dass der Staat kein Geld mehr hat.
Benötigt man dann für eine größere Rettungsaktion noch einmal Geld, ist keines mehr da.
Das alles verschweigt natürlich das Wirtschafts-Kompetenzzentrum in Berlin.
Auf Nachfrage gibt es dazu auch keine Erklärung.
Wieder einmal Politiker, die nichts sagen wollen oder können.
Und die Chefin?
Ja – die sagt zu allem gar nichts. Redet schweigend. Oder nichts sagend.
Das einzige Instrumentarium um zu sparen sieht die CDU mit Ihrem Wunschpartner FDP im Frontalangriff auf das Sozialsystem.
Es wird zwar nicht offen darüber gesprochen, hinter vorgehaltener Hand ist man sich darüber aber hinreichend einig.
Des weiteren – natürlich vehement verneinend – sind Steuererhöhungen in Größenordnungen geplant.
Jeder der halbwegs mit den Gepflogenheiten der CDU vertraut ist, wird wissen, dass es wieder die kleinen und mittleren Einkommensschichten treffen wird. Den Rest wird man unter dem Deckmantel der Wirtschaftsförderung in Ruhe lassen bzw. noch besser stellen.
Und liest man mal hier was andere EU-Länder planen wird klar:
Es wird übel werden. Dem Wähler wird wieder einmal die Wahrheit verschwiegen.
Die Quittung für den Wähler gibt es nach der Bundestagswahl.
Bei all dem sollte man nicht vergessen: Das „C“ in der CDU steht für christlich.
Inwieweit das dann mit den persönlichen christlichen Wertvorstellungen übereinstimmt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

